Leben mit Windspielen, aus dem Alltag mit unseren eigenen Hunden. Warum Nähe für diese Rasse das Wichtigste ist und was ein ruhiger, verlässlicher Rahmen bewirkt. Wir füttern nach Körperzustand statt nach starrer Grammzahl und erziehen über Freude und Belohnung, weil Druck bei feinfühligen Hunden vor allem Angst erzeugt. Schlanke Hunde leben länger und gesünder. Am Ende steht, was wir über die Sozialisierung der ersten Lebenswochen gelernt haben.
Ratgeber

Leben mit Windspielen

Aus dem Alltag mit unseren Hunden, und aus dem, was wir über die Jahre dazugelernt haben.

Zwei Windspiele schlafen aneinandergekuschelt in einem weichen Hundebett, dahinter Fensterlicht
01 · Familienleben & Haltung

Nähe ist das Wichtigste

Windspiele wollen im Haus leben. Sie wollen den Alltag teilen. Sie dürfen aufs Sofa, unter die Decke, mit ins Leben. Das entspricht ihrem tiefen Bedürfnis nach Nähe und macht sie so ausgeglichen.

Weil sie so sensibel sind, brauchen sie einen ruhigen, verlässlichen Rahmen. Feste Abläufe machen sie gelassener.

  • ·Warme, weiche Rückzugsplätze in Familiennähe
  • ·Mantel bei Kälte und Nässe, ganz ohne schlechtes Gewissen
  • ·Gesicherte Ausläufe, weil der Jagdinstinkt stärker sein kann als der Rückruf
02 · Ernährung

Das richtige Gewicht

Der Windhundkörper ist von Natur aus schlank und muskulös. Eine sichtbare Taille und tastbare Rippen sind gesund und kein Grund zur Sorge. Übergewicht dagegen belastet Gelenke, Herz und die feinen Knochen. Schlanke Hunde leben nachweislich länger und gesünder.

Wir füttern nach Körperzustand, nicht nach starrer Grammzahl, und achten auf eine ausgewogene, gut verdauliche Kost, abgestimmt auf Alter und Aktivität.

  • ·Body-Condition regelmäßig prüfen, fühlen statt raten
  • ·Bei Welpen mehrere kleine Mahlzeiten am Tag
  • ·Frisches Wasser immer verfügbar
Futternapf
Luna nimmt vorsichtig ein Leckerchen aus der Hand, Tilli wartet dicht dahinter
03 · Erziehung

Wie Windspiele lernen

Windspiele lernen am liebsten über Freude und Belohnung. Positives, belohnungsbasiertes Training wirkt besser und schont die Beziehung. Strafe und Druck erzeugen bei feinfühligen Hunden vor allem Angst.

Besonders wichtig ist die Sozialisierungsphase in den ersten Lebenswochen (etwa bis zur 14. Woche). Was ein Welpe in diesen Wochen positiv kennenlernt, prägt ihn lange.

  • ·Belohnen, was gelingt, statt strafen, was misslingt
  • ·Kurze, freudige Einheiten statt langer Übungsstunden
  • ·Frühe, sanfte Sozialisierung mit Menschen, Hunden & Alltag

Das alles ist unsere eigene Erfahrung und der aktuelle Wissensstand. Eine tierärztliche Beratung ersetzt es nicht.